Helsingin Sanomat . Kulttuuri . Torstaina 21.4.2016

 

16.Hesari21.4

 

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Torstaina, 21.4.2016

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Thursday, 21.4.2016

Exhibition rewiev

 

TAPESTRY LIKE DELICATE DRAWING

Päivi Vähälä, who lives in Vienna, is one of the top class textile artists

 

TEXTILE ART

Päivi Vähälä: Drawings

Through April 29th, 2016

Artag Gallery, Helsinki, (Hietalahdenkatu 10)

Wed–Fri 2:00–6:00 pm, Sat–Sun 12:00–4:00 pm

 

Textile artist Päivi Vähälä, who was born 1954, has lived in Vienna since 1979. She has pursued her artistic career mostly in Austria. In Finland, her work has been exhibited only rarely, and in Helsinki hardly at all.

Hence her seven-oeuvre retrospective comes as a revelation and is merited indeed. The earliest work exhibited dates from 1980, the latest from this spring.

The idea behind Vähälä’s art is expressed in the title of the exhibition, Drawings. The unifying idiom of her work, be it of silk, linen or cotton, is its ethereal and sketch-like quality.

Networks of delicate lines, blotches, and nuances of light colors that melt into one another evoke the luminosity of watercolor. Here and there white cotton flashes like a concealing screen of paint against the silk.

One need not be an expert on textile art to understand that Vähälä is one of the top class artists of her genre. Her expression is precise and richly nuanced, and certainly demands considerable time and stamina.

Her career as a painter parallels that as textile artist; this manifests itself clearly in her tapestries. Stylistically they recall European Informalism of the 1980s with its preference for earthy colors, and in which figurative elements and seemingly absent-mindedly placed signs, as if alluding to dreams, are combined in a freely flowing idiom of forms.

Vählälä’s skill as an artist can be seen foremost in the effortlessness, with which she translates the immediacy characteristic of drawings and watercolors into her deliberate, and painstakingly created tapestries.

Timo Valjakka

 

 

 

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Kultur

Donnerstag 21.4.2016

Ausstellungskritik

 

BILDGEWEBE WIE EINE ZARTE ZEICHNUNG

In Wien lebende Päivi Vähälä gehört zur Spitzenklasse der Textilkünstlerinnen

 

TEXTILKUNST
Päivi Vähälä: Drawings

Bis 29.4. 2016 Artag Gallery (Hietalahdenkatu 10)
Mi – Fr 14 – 18h, Sa – So 12 – 16h

 

Die Textilkünstlerin Päivi Vähälä (geb. 1954) lebt in Wien seit 1979. Ihre künstlerische Karriere hat sie hauptsächlich in Österreich entwickelt. In Finnland hat man ihre Werke nur selten gesehen, in Helsinki kaum.

Aus diesem Grund ist ihre aus sieben Werken bestehende Kleinretrospektive sowohl eine Überraschung als auch eine berechtigte Anerkennung ihres Schaffens. Das früheste ausgestellte Werk stammt aus dem Jahr 1980, das aktuellste aus diesem Frühjahr.

Die Idee der Kunst Vähäläs geht aus dem Ausstellungstitel, Zeichnungen, hervor. Der verbindende Ausdruck ihrer Kunstwerke – ob aus Seide, Leinen oder Baumwolle – ist durchwegs die Luftigkeit und Skizzenhaftigkeit.

Dünne Liniengeflechte, Flecken und die hellen, ineinander verschmelzenden Farbnuancen erinnern an die Leichtigkeit von Aquarellen. Hie und da aufblitzende weiße Baumwolle wirkt neben Seide wie eine deckende Malfarbe.

Man braucht kein Textilkunstexperte zu sein, um zu verstehen, dass Vähälä als Textilkünstlerin zur Spitzenklasse gehört. Ihr Ausdruck ist präzis und reich an Nuancen und erfordert ohne Zweifel Zeit und Ausdauer.

Ihre parallel dazu verlaufende Karriere als Malerin wird in ihren Bildgeweben deutlich sichtbar. Stilistisch stehen sie der europäischen Informalismus der 80er Jahre nahe, der Erdfarben bevorzugt und in dessen frei schwebender Formensprache figurative Elemente mit unbewusst gesetzten als ob auf Träume hinweisende Zeichen sich vermischen.

Das Können Vähäläs zeigt sich vor allem in der Mühelosigkeit, mit der sie eine für Zeichnungen und Aquarelle charakteristische Unmittelbarkeit auf ihre langsam und sorgfältig verwirklichten Bildgewebe überträgt.

Timo Valjakka